ChatGPT Ads in der Schweiz
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ChatGPT schaltet Werbung frei: Ab 24. August auch in der Schweiz


OpenAI öffnet ChatGPT für Werbung. Ab dem 24. August 2026 erscheinen bezahlte Anzeigen in 31 europäischen Märkten, die Schweiz gehört dazu. Damit wird der meistgenutzte KI-Assistent zum Werbekanal. Einen Self-Service gibt es hierzulande nicht: Gebucht wird über OpenAI sowie über Agentur- und Technologiepartner.

Das ist neu

Ab dem 24. August erscheinen unterhalb der ChatGPT-Antwort bezahlte Anzeigen. Sie sind als gesponsert gekennzeichnet und optisch vom Chat getrennt. Die Antwort selbst wird laut OpenAI durch die Anzeige nicht beeinflusst, das Modell schreibt also nicht anders, weil jemand bezahlt hat.

Die wichtigsten Eckpunkte auf einen Blick:

WasStand
Start24. August 2026
Märkte31 in Europa, Schweiz dabei
Sichtbar fürFree und Go
WerbefreiPlus, Pro, Business, Enterprise, Edu
Nicht ausgespieltunter 18 Jahren, Gesundheit, Politik, temporäre Chats
Personalisierung EWR und Schweizkeine
Abrechnungpro Klick oder pro tausend Einblendungen
MessungOpenAI Pixel, Conversions API
BuchungOpenAI direkt sowie Agentur- und Technologiepartner

Der Punkt «nur Free und Go» klingt nach Einschränkung, ist aber die grössere Hälfte des Marktes: Nach Angaben von OpenAI nutzen über 80 Prozent der mehr als einer Milliarde monatlichen Nutzenden die kostenlose Version.

Der Schweizer Sonderfall: keine Personalisierung

Der Punkt, den die meisten Meldungen unterschlagen: Im Europäischen Wirtschaftsraum und in der Schweiz läuft die Auslieferung zum Start ohne personalisierte Werbung. Für die Anzeigenauswahl kann der Inhalt des laufenden Chats berücksichtigt werden, mehr nicht.

Kein Interessen-Targeting. Keine demografische Eingrenzung. Kein Retargeting.

Das verschiebt das Gewicht deutlich. Wenn du die Zielgruppe nicht einstellen kannst, entscheidet alles andere: Angebot, Anzeigentext, Zielseite. Der Kanal belohnt gute Arbeit am Inhalt und verzeiht schlechtes Targeting nicht, weil es gar keines gibt.

Wie in der Schweiz gebucht wird

Es gibt keinen Selbstbedienungszugang, in den du dich einloggst und loslegst. Gebucht wird über OpenAI direkt sowie über Agentur- und Technologiepartner. Wer jetzt schalten will, geht den betreuten Weg.

Das Werbekonto läuft dabei immer auf dein Unternehmen. Du eröffnest es, deine Agentur wird als Nutzerin mit den nötigen Rechten hinzugefügt. OpenAI unterscheidet vier Rollen: Ads Admin, Ad Account Admin, Ad Account Member und Ad Account Viewer. Einen separaten Agenturmodus wie bei Google Ads gibt es nicht, und der Zugriff lässt sich jederzeit entziehen.

Abgerechnet wird pro Klick oder pro tausend Einblendungen, optimieren lässt sich auf Conversions. Gemessen wird über den OpenAI Pixel und die Conversions API.

Eine Sache fehlt gegenüber Google Ads, und sie fehlt spürbar: Suchbegriffe. Du siehst nicht, mit welchem Prompt jemand bei dir gelandet ist, es gibt keinen Suchbegriffbericht. Wer den Kanal ernsthaft testet, braucht deshalb zwei Dinge sauber aufgesetzt, bevor der erste Franken fliesst: eine konsistente UTM-Systematik und ein geprüftes GA4.

Warum du jetzt dabei sein solltest

Vier Gründe, und sie gelten alle nur so lange, wie der Kanal neu ist.

Der Wettbewerb ist noch dünn. In den ersten Monaten eines Werbekanals ist die Auktion leer, weil die meisten abwarten. Wer früh drin ist, kauft Aufmerksamkeit zu Preisen, die es später nicht mehr gibt. Das war bei Google Ads so, bei Facebook, bei TikTok. Es gibt keinen Grund anzunehmen, dass es hier anders läuft.

Du bist im Moment der Entscheidung. ChatGPT wird nicht für Impulskäufe genutzt, sondern zum Vergleichen, Eingrenzen, Verstehen. «Welche Buchhaltungssoftware passt für eine GmbH mit fünf Angestellten» ist ein typischer Prompt. Wer dort steht, steht nicht am Anfang der Recherche, sondern kurz vor der Entscheidung.

Der Lernvorsprung ist der eigentliche Gewinn. Es gibt für die Schweiz noch keine Benchmarks, keine belastbaren Klickpreise, keine Erfahrungswerte, welche Anzeigentexte in einem Kanal ohne Targeting funktionieren. Wer jetzt startet, hat in drei Monaten eigene Zahlen. Wer im Frühling startet, kauft dieselben Erkenntnisse teurer ein.

Der Kanal wächst, deine Google-Sichtbarkeit nicht. Jede Suchanfrage, die in ChatGPT landet, landet nicht bei Google. Das ist kein Grund, Google-Budget abzuziehen, aber ein Grund, den zweiten Kanal aufzubauen, bevor du ihn brauchst.

Ehrlich dazu: Der Kanal ist neu, und niemand kann dir heute einen Return versprechen. Ein Testbudget kauft dir zuerst Wissen und erst danach Umsatz. Wenn dein Tracking wackelt, schliess zuerst diese Lücke, sonst kaufst du blind.

Was wir bewusst nicht schreiben

Es kursieren Zahlen: Klickpreise von 3 bis 5 US-Dollar, Tausenderkontaktpreise von 25 bis 60, ein Tagesmindestbudget von 25 Dollar. Alle stammen aus US-Agenturblogs, keine aus einer Primärquelle, und mindestens eine wird von einer anderen Quelle direkt bestritten.

Für die Schweiz gibt es schlicht noch keine belastbaren Klickpreise. Wir nennen deshalb keine. Wer dir heute einen Frankenbetrag für einen ChatGPT-Klick nennt, rät.

Der zweite Teil der Geschichte

Anzeigen sind die eine Hälfte der KI-Sichtbarkeit. Die andere ist, in der Antwort selbst vorzukommen, ohne dafür zu zahlen. Das nennt sich GAIO, Generative AI Optimization, und funktioniert nach anderen Regeln: klare Antwortsätze, überprüfbare Angaben, saubere Struktur, benannte Entitäten.

Das eine kaufst du, das andere verdienst du dir. Sinnvoll ist beides, geplant statt nebeneinander.

Was jetzt zu tun ist

Wenn du zum Start dabei sein willst, in dieser Reihenfolge: Tracking prüfen, Werbekonto eröffnen, Zielseite schärfen, Testbudget festlegen, vier Wochen messen, dann entscheiden.

Wir übernehmen den Aufbau und die Betreuung, du behältst das Konto. Und wir sagen dir vorher ehrlich, ob der Kanal für dich rechnet. Auch wenn die Antwort nein ist.

Zur Übersicht: ChatGPT Ads mit Mind Studios

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